15. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin
Wer schlecht schläft, kann sich schlecht konzentrieren – und ist dadurch im Job weniger leistungsfähig. Für Berufstätige, die Maschinen bedienen oder mit dem Auto unterwegs sind, kann Schläfrigkeit am Arbeitsplatz sogar gefährlich werden. Das Thema „Arbeit-Leistung-Konzentration“ ist deshalb ein Schwerpunkt der 15. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM), die vom 11. bis zum 13. Oktober 2007 in der Düsseldorfer Heinrich-Heine-Universität stattfindet; dort tauschen sich Experten aus Medizin, Psychologie und Industrie über die neuesten Erkenntnisse aus Forschung, Diagnostik und Therapie aus.
Gemeinsam mit den Berufsgenossenschaften diskutieren die Forscher und Ärzte darüber, wie Menschen mit Schlafstörungen geholfen werden kann. So sollen in den Betrieben verstärkt Vorsorgeuntersuchungen und ein so genanntes Alertness-Management-Training (Aufmerksamkeitstraining) durchgeführt werden.
Auch in der Kindermedizin wird nach speziellen Behandlungsmöglichkeiten geforscht, da immer mehr Kinder an Schlafstörungen und nächtlichen Atmungsstörungen leiden. Ursachen können zum Beispiel die Aufmerksamkeitsdefizit-Störung (ADS) oder Fehlbildungen im Schädel-, Kiefer- und Gaumenbereich sein.
Weitere Themen sind unter anderem neue diagnostische Messverfahren und Therapiemöglichkeiten in der Schlafmedizin, die zahnärztliche Schlafmedizin sowie die neurologischen Zusammenhänge zwischen Schlafstörungen und Leistungsdefiziten.
Im Rahmen des Kongresses wird wieder ein Nachwuchsförderpreis verliehen. Der Preis wird jährlich für wegweisende Arbeiten von Wissenschaftlern vergeben, die dafür sorgen, dass die Schlafforschung auch in Zukunft nicht „einschläft“.
(Quelle: www.dgsm2007.de )
Autorin: Manon Pacyna
Erstellt am: 29.08.2007