Narkolepsie und Alpträume

Man schreckt aus dem Schlaf, das Herz klopft und an baldiges Einschlafen ist nicht zu denken, weil der Traum noch nachwirkt. Rund 5 % aller Menschen kennen das. Sie werden regelmäßig von Alpträumen geplagt. Bei Narkolepsie treten Alpträume häufiger auf. Eine aktuelle Studie belegt, dass etwa jeder Dritte davon betroffen ist.

Wenn Alpträume den Schlaf rauben

Häufige Themen der Alpträume sind Fallen, Verfolgung, gelähmtsein, Zuspätkommen oder der Tod nahestehender Personen. Dieses nächtliche Grauen ist nicht nur belastend sondern unterbricht auch den Schlaf. Die Folge: Am nächsten Tag fühlt man sich wie gerädert. Bei Narkolepsie ist das besonders fatal, ist doch der Schlaf ohnehin bereits gestört. 
 

Woher kommen die erschreckenden Träume? Man weiß, dass sie zumindest teilweise genetisch bedingt sind.197Sensible Menschen neigen häufiger zu Alpträumen, auch das aktuelle Stressniveau spielt eine Rolle.197 Daneben können traumatische Erlebnisse Auslöser der erschreckenden Träume sein.197 Warum bei Narkolepsie vermehrt Alpträume auftreten, ob z. B. der erhöhte Stress am Tage durch die Narkolepsie-Symptome eine Ursache ist, muss noch geklärt werden.

Hilfe bei Alpträumen

Es gibt Strategien, um mit Alpträumen besser zurechtzukommen. Dazu kann es hilfreich sein, den Alptraum zunächst aufzuschreiben oder zu zeichnen. Auch wenn das erstmal belastend erscheint, nimmt bei vielen Betroffenen dadurch die Häufigkeit der Alpträume ab.197

Im zweiten Schritt denken Sie sich für Ihren Alptraum im Wachzustand eine neue, positive Lösung aus. So wird der negative Inhalt des Traums in der Vorstellung positiv umgeschrieben. Wichtig ist, aktiv zu handeln. Beispielsweise könnte eine angsteinflößende Traumfigur angesprochen oder es könnten Helfer geholt werden.197

Dem Traum ein gutes Ende geben

Damit sich die neue Strategie für den Umgang mit der Traumsituation festigen kann, rufen Sie sich nun den Traum mit seinem neuen guten Ende regelmäßig einmal am Tage vor Ihr inneres Auge. Dabei sollte über zwei Wochen hinweg immer wieder der gleiche Traum mit der gleichen Lösung eingeübt werden.197

Führt dies nicht zum gewünschten Erfolg, scheuen Sie sich nicht, mit Ihrem Arzt offen über Ihre Alpträume zu sprechen und sich professionelle Hilfe zu holen.

Weitere Informationen und Tipps rund um das Thema bietet die Broschüre „Alpträume – Was kann ich dagegen tun?“. Sie kann hier kostenfrei heruntergeladen werden.

  1. Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM): “Alpträume – Was kann ich dagegen tun?” www.rzuser.uni-heidelberg.de (letztes Zugriffsdatum 11.08.2014)