Narkolepsie und Arztbesuch

Die Vorbereitung auf den Arztbesuch beginnt mit der Suche nach einem geeigneten Arzt – am Besten in Wohnortnähe. Da es sich bei der Narkolepsie um eine neurologische Schlafstörung handelt, sollte ein Neurologe als entsprechender Facharzt bzw. ein Schlafmediziner (Somnologe), z.B. in einem Schlaflabor, die Diagnose stellen. Die Deutsche Narkolepsie-Gesellschaft kann bei der Suche nach einem Facharzt oder geeigneten Schlaflabor weiterhelfen.

Vorbereitung Arztgespräch

Als Vorbereitung auf das Arztgespräch ist es hilfreich, seine Erwartungen und Fragen vorab schriftlich zu formulieren. Für die richtige Diagnosestellung ist die Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese) im ersten Gespräch mit dem Arzt sehr wichtig. Dazu gehört insbesondere die möglichst präzise Aufzählung bzw. Schilderung von Beschwerden (Symptomen) sowie deren Auswirkungen auf das Befinden. Auch hier ist eine schriftliche Vorbereitung nützlich.

Bei einer Narkolepsie sind Tagesmüdigkeit oder -schläfrigkeit, und Kataplexien die entscheidenden Symptome der Erkrankung. Insbesondere die Kataplexieist das charakteristische Merkmal einer Narkolepsie. Dieses Symptom ist jedoch nicht immer leicht zu identifizieren. Das erschwert die eindeutige Diagnose oder kann sie sogar über lange Zeiträume hinauszögern. Hilfreich können hier Angehörige oder nahestehende Personen sein, die zusätzlich Auskünfte geben können. Überhaupt, wenn man das Gefühl hat, vier Ohren hören mehr als zwei, dann sollte man eine Person seines Vertrauens bitten, mit in das Gespräch zu gehen.

Zur Vorbereitung gehören auch eine Liste von Medikamenten, die eingenommen werden und die Nennung von Arzneimittelunverträglichkeiten. Unterlagen aus eventuell bereits durchgeführten Voruntersuchungen zu den Beschwerden Tagesmüdigkeit, -schläfrigkeit oder Kataplexie sollten ebenfalls zum Arztgespräch mitgebracht werden.

Im Hinblick auf eine spätere Behandlungsentscheidung ist es aber auch wichtig, mit dem Arzt über Befürchtungen und Ängste zu sprechen, die man mit der Erkrankung verbindet und ihm ehrlich zu sagen, welche Therapien man nicht durchführen möchte.

Generell gilt: Fragen Sie und wenn Sie etwas nicht verstanden haben, fragen Sie nach.