Narkolepsie und Schwangerschaft

Für Narkolepsie-Patienten liegt das Risiko, ein an Narkolepsie erkranktes Kind zu bekommen, ungefähr bei ein bis vier Prozent.69 109 71 118

In manchen Familien tritt Narkolepsie gehäuft auf. Gleichzeitig gibt es viele Betroffene, die Einzelfälle in ihrer Familie darstellen. Ein konkretes Vererbungsmuster konnte bislang nicht festgestellt werden. Jedoch ließen Familienstudien schon früh vermuten, dass die Vererbung unabhängig vom Geschlecht ist. Frauen vererben Narkolepsie demnach ebenso häufig wie Männer.109 127 103

Mögliche Nebenwirkungen der Narkolepsie-Medikamente abklären

Eine Patientin, die beabsichtigt, schwanger zu werden oder die bereits schwanger ist, sollte ihren Arzt aufsuchen. Eventuelle Risiken und mögliche Nebenwirkungen der Medikamente auf das ungeborene Kind sind abzuklären. Die körperlichen, seelischen und emotionalen Anforderungen, Kinder zu haben und großzuziehen, sind hoch. Trotzdem bewältigen die meisten Eltern mit Narkolepsie die Kindererziehung erfolgreich.69 109 71 118

  1. Geisler P: Hypersomnie, Narkolepsie und Tagesmüdigkeit. UNI-MED Verlag AG, Bremen, 1. Aufl. 2009

  1. Mayer G: Narkolepsie - Taschenatlas spezial. Georg Thieme Verlag, Stuttgart 2006

  1. Richmond S: Herz in Tränen. Der schwere Leidensweg eines narkolepsiekranken Kindes. Reinhold Kolb Verlag, Mannheim 2006

  1. ICSD - The International Classification of Sieep Disorders. Diagnostic and Coding Manual. American Academy of Sleep Medicine, Westchester IL, 2. Auf!. 2005, S. 79-94

  1. Shneerson JM: Sleep Medicine. A guide to sleep and its disorders. Blackwell Publ. Ud., 2. Aufl. 2005, S.125-160

  1. Pollmächer T: Pathophysiologie und Genetik - von der HLA-Typisierung und vom Orexin-Defizit zu den Symptomen und den metabolischen Veränderungen. In: Mayer G, Pollmächer T (Hrsg.): Narkolepsie – Neue Chancen in Diagnostik & Therapie. Georg Thieme Verlag, Stuttgart 2007, S. 16-27